Donnerstag, 25. Juni 2015

Schaltsekunde



Am 1. Juli haben Sie etwas mehr Zeit, denn an diesem Tag werden um 01:59:59 die Uhren für eine Sekunde angehalten.
Diese Schaltsekunden bringen  die Weltzeit mit der astronomischen Zeit in Einklang. Sie korrigieren Abweichungen, die entstehen, weil die Erde für eine Umdrehung etwas länger braucht als die Atomuhren, die exakt auf 24 Stunden eingestellt sind und die Weltzeit UTC vorgeben. 1972 wurde diese Zeitumstellung eingeführt und erfolgt in diesem Jahr zum 26. Mal. Ohne diese Schaltsekunde würde irgendwann die Sonne erst mittags aufgehen.
Die Schaltsekunde ist nicht unumstritten. Denn diese eine Sekunde hat ziemlich große Auswirkungen, insbesondere für digitalisierte technische Systeme, beispielweise im Stromnetz, den Finanzmärkten oder der Flugsicherung, weil hier mit Mikro-/Millisekunden-Zeitauflösung gerechnet wird. Bei der letzte Zeitumstellung 2012 fiel beispielsweise das Buchungssysteme einer Airline aus und Websites wurden lahmgelegt.
Daher wird über die Einführung einer Schaltminute alle 100 Jahre oder gar  einer Schaltstunde nachgedacht. Mit der Abschaffung der Schaltsekunde würde allerdings das menschliche Leben erstmals von der Sonnenzeit abgekoppelt und auch der Greenwich-Meridian, dessen mittlere Sonnenzeit  maßgeblich für die Weltzeit ist, würde an Bedeutung verlieren.

Dienstag, 9. Juni 2015

Tidemann auf der Suche nach dem Augenblick



‚Tidemann auf der Suche nach dem Augenblick‘, im Feiler Verlag erschienen, ist ein wunderbar geschriebenes Märchen für Kinder und Erwachsene über die Zeit und dem Augenblick.
www.feiler-verlag.de
Heute hat kein Mensch mehr Zeit: Warum ist das eigentlich so? Und was ist ein Augenblick? Diese Fragen beschäftigen Tidemann. Und er begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Zeit, dem Augenblick.
Auf seiner Reise und den einzelnen Stationen lernt Tidemann viel über die Zeit, was es mit ihr auf sich hat, wie die einzelnen Menschen, die er begegnet mit ihrer Zeit umgehen und was sie über sie denken. Und er findet viele Augenblicke und letztendlich auch das Geheimnis, das in ihnen steckt. 

Das Buch wurde wunderschön von Gina Schlote illustriert.
Die bevorstehende Urlaubs- bzw. Ferienzeit, als Pause vom hektischen Alltag, wäre eine gute Gelegenheit, um einmal über den eigenen Umgang mit der Zeit nachzudenken und sich der Bedeutung vieler kleiner Augenblicke bewusst zu werden. Laden Sie die Augenblicke zu sich ein! Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen, es nicht viel größer als Taschenbuchformat und passt somit in jeden Koffer. Auch als Geschenk ist es sehr gut geeignet, weil es sehr liebevoll und aufwendig gestaltet sowie auf hochwertigem Papier gedruckt wurde.

Schlote, Axel (2015):
Tidemann auf der Suche nach dem Augenblick.
Ein Märchen über das Geheimnis der Zeit.
Bremen: Feiler Verlag.
ISBN: 9783944550084
12,95 €

Montag, 18. Mai 2015

Zeitverwendungserhebung 2012/2013



Die Zeitverwendungserhebung 2012/2013 ist die dritte repräsentative Studie des Statistischen Bundesamtes zur Zeitverwendung in Deutschland nach den Zeitbudgeterhebungen 1991/1992 und 2001/2002. Erschienen ist aktuell der Tabellenband zu den Auswertungen wie viel Zeit Menschen für ausgewählte Aktivitäten in ihrem Alltag verwenden. Dieser steht kostenfrei  - www.destatis.de - zum Download zur Verfügung.

Mittwoch, 29. April 2015

„Auszeit. Vom Faulenzen und Nichtstun“



Vom 29.04.2015 – 30.08.2015 findet im Sprengel Museum Hannover eine Ausstellung zum Thema Müßiggang und Nichtstun statt. Die Ausstellung geht der Wahrnehmung von freier Zeit nach. Dabei geht es nicht nur um freie Zeit als schöne Zeit, nach der man sich sehnt, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen, sondern auch um einen Überfluss an Zeit, der beispielsweise mit Arbeitslosigkeit verbunden ist.
Dargestellt wird dies anhand ca. 120 Werken auf unterschiedliche künstlerische Art und Weise: Malerei, Grafik, Skulptur, Fotografie oder Video.

Freitag, 31. Januar 2014

Geschäft mit der Zeit? – Die neuen „Zeit-Cafés“



"Zeit ist Geld"


„Zeit ist Geld“ dieser Ausspruch ist allgemein bekannt. 

Nicht für verzehrte Getränke oder Snacks zu bezahlen, sondern für die Zeit, die man in einem Lokal verbringt, klingt erst einmal ungewöhnlich.

In Moskau  ist diese Idee als sogenanntes „Zifferblatt-Café“ entstanden. Hier gibt es schon mehrere dieser Art. Und auch in London wurde in diesem Jahr ein solches eröffnet.

Paradoxerweise soll man gerade hier mehr Zeit verbringen als in anderen Cafés, in denen man üblicherweise seinen Kaffee oder Tee bezahlt, sich in Ruhe mit anderen Menschen treffen können oder sich entspannen. 


Das »Zeit-ist-Geld-Prinzip« wird so paradoxerweise mit dem »Entschleunigungs-Konzept« zusammengebracht. Ob beide tatsächlich zusammenpassen, das wird die Zeit zeigen.

Allerdings rechnen muss sich solch ein Modell nun auch. Das erste Zeit-Café „SlowTime“  Deutschlands in  Wiesbaden, das erst letztes Jahr eröffnet wurde, wurde nach kurzer Zeit mangels Nachfrage wieder dichtgemacht.